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Geschichte des Heilbad Burgwies 1450

Es war an einem nasskalten, regnerischen Herbsttag, als der Karner Josef wieder einmal mit seinem Fuhrwerk unterwegs war.

Ganz im Gedanken versunken saß er auf seinem Kutschbock, die Zügel in der Hand als plötzlich die Pferde scheuten und stehen blieben.

Josef sah auf, es war mittlerweile schon später Abend geworden und im Lichtschein des Mondes sah er ein Männlein vor den Pferden stehen.

Es fragte: „Kann ich mit meinen Gesellen ein Stück mitfahren?

Der Karner erwiderte: „Steigt ruhig auf, ihr könnt es euch auf dem Planwagen im Stroh gemütlich machen".

Die Männlein stiegen alle auf den Wagen, nur der Anführer setzte sich nach vorne zu ihm auf den Kutschbock. „Wo kommt ihr den bei dem Wetter her"? fragte der Josef. „Wir kommen aus dem Habachtal und wollen hoch zur Stimme auf dem Geisberg". „Na, da habt ihr ja noch ein ganzes Stück Weg vor euch. Ich will nach Stuhlfelden um dort zu übernachten und morgen wieder weiterzufahren. „Ach", sprach das Männlein, „das ist auch nicht gerade das Beste, bei Wind und Wetter immer unterwegs zu sein“. „Na ja", erwiderte der Josef, „als ich noch jung war, hat mir das noch nicht so viel ausgemacht. Aber jetzt habe ich furchtbares Rheuma und alles tut mir weh“. Und so fuhren sie weiter und waren in der Zwischenzeit in Burgwies angekommen. Dort sagte das Männlein: „Hier kannst du uns aussteigen lassen. Zum Dank, dass du uns mitgenommen hast, wird hier im Frühjahr eine Schwefelquelle entspringen. Bade in ihr, und du wirst von deinen Schmerzen befreit sein". Seit dieser Zeit kommen wie der Karner Josef viele Heilsuchende nach Burgwies und erfahren dort eine Heilung ihrer Leiden.

1490
ist Christian Plenkh in Burgwies Bader.

1574
ist Esmarina Oberndorfferin die Ehefrau des Melchior Welser-Kellner in Stuhlfelden Besitzerin des Heilbades. Sie hat das baufällige Bad und Haus wieder aufbauen und zurichten lassen.

1832
kam  Kaiser Franz der 1. mit seiner Frau Kaiserin Karolina Augusta und dem Hofstaat ins Heilbad Burgies. Danach machten Sie sich mit dem Sechsspännigen Kutsche nach Stuhlfelden auf den Weg. Auf dem Kreuzbühel soll die feierliche Begrüßung statt finden. Der Kaiser steigt aus wird vom Dechant und der Lehrerloiselbegrüßt und sieht die ausgedehnte Wasserlachen, Sümpfe und Seen. Dem Kaiser entringt unwillkürlich ein Seufzer des Bedauerns und er spricht die bedeutungsvollen Worte: „ Meine Kinder, da muss euch geholfen werden!“ Der Pfleger Kürsinger weist auf weitere Folgen der Versumpfung hin und bestärkt in Abhilfe zu schaffen. Tatsächlich wurde in einigen Jahren die Entwässerung des Pinzgaues energisch in die Hand genommen, es gab dabei ungeheuere Schwierigkeiten zu überwinden. Aus Dankbarkeit für die Kaiserworte und dessen Hilfe wurde an dieser Stele ein Denkmal errichtet. Ein Obelisk aus grünem Stubacher Serpentin wurde aufgestellt, der zur Bekrönung einen Kaiserlichen Doppeladler trägt und an den Seiten gusseiserne Tafeln hat mit der Inschrift: Meine Kinder da muss euch geholfen werden – Die dankbaren Mittersiller. Im Hintergrund des Denkmales wurden  eine Fichte, Rotbuche, Ahorn, Nussbaum und eine Zirbe gepflanzt deren Anfangsbuchstaben den Namen „Franz“ ergeben.

1860
erwarb das Bad Thomas Pammer dann führte es die Witwe und seine zehn Söhne und drei Töchter auch zu dieser Zeit wiesen immer wieder bekannte Ärzte und Physikuse auf die Heilkraft der Schwefelquelle hin.

1900
kaufte es Hans Grießer. Zu dieser Zeit kam auch der Bahnbau und es wurde die Haltestele - Heibad Burgwies errichtet  damit die Kürgäste auch mit der Bahn an reisen konnten. Durch diese Erneuerung kam auch der Schlagbaum in Abraum der beim Schweizerhaus über der Straße lag. Und es konnten somit auch die Fuhrwerke mautfrei durchfahren. Beim Bahnbau wurde auch das Denkmal an den Kaiser vom Kreuzbühel zwischen die Bahn und neue Strasse versetzt wo es sich bis Heute befindet und besichtigt werden kann.

1937
Ersteigerte das Heilbad Alfons und Pfani Kerle. Alfons arbeitete in Reute Tirol in seiner Baufirma als Baumeister weiter. Seine Frau führte es gemeinsam mit einer Wirtschafterin bis Sie 1948 starb. Danach betrieb es Alfons Kerle mit seiner zweiten Frau bis 1962 danach wurde diese Ehe geschieden und Frau Kerle zog nach Linz. Alfons Kerle und seine Schwägerin Katharina Kerle die Frau seines Bruders Sepp führten das Heilbad Burgwies noch bis 1965.

1965
im Mai – Kauften es die Eheleute Ernst und Anna Stipke und zogen von Frankfurt nach Burgwies. Im Laufe der Zeit wurde ein Gebäude dazu gebaut immer wieder Umbauten durchgeführt.

Seit 2006
führen es Martina Racan (die Tochter von  Ernst und Anna) und ihr Mann Christian Racan